Telefonische Kaltakquise zu Zeiten zunehmender Digitalisierung
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Kaltakquise am Telefon in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Pandemie

Kundengewinnung | 28.03.2022

Die telefonische Kaltakquise ist gerade heute durch die Folgen der Corona Pandemie und die zunehmende Digitalisierung für viele Unternehmen ein wesentliches Instrument zur Generierung von Neukunden. Das gilt branchenübergreifend für Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen.

Kaltakquise am Telefon in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Pandemie

 

Kaltakquise am Telefon in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Pandemie

Es gibt einige Faktoren, die wesentlich zum Erfolg der Kaltakquise beitragen:

  1. Die richtige Zielsetzung ist entscheidend
  2. Die richtigen Indikatoren und Maßstäbe an den Erfolg aufstellen
  3. Die richtige Zielgruppe und passende Ansprechpartner
  4. Kaltakquise als integrierter Ansatz
  5. Eine Investition in die Schulung von Akquise Mitarbeitern lohnt sich
  6. Regelungen durch die EU-DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) kennen

Kaltakquise ist branchenübergreifend wichtig für Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Chemie, Elektronik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, IT-Sektor, dem Energiemanagement sowie für Firmen im Dienstleistungssektor, wie beispielsweise das Versicherungs- oder Bankwesen. Erfolgsquoten von Unternehmen aus verschiedenen Branchen belegen: Die telefonische Kaltakquise ist vor allem im B2B-Segment ein wichtiger Ansatz zur Neukundengewinnung. So konnten je nach Unternehmen, gemessen an der Anzahl qualifizierter Ersttermine als Erfolgsindikator, durch die reine Kaltakquise Erfolgsquoten zwischen 4% und 20% erzielt werden.

 

1. Die richtige Zielsetzung ist entscheidend

 

  • Welche konkreten Produkte / Dienstleistungen und Kunden sollen im Rahmen der Neukundengewinnung adressiert werden?
  • Welche Zielpersonen und Zielgruppen sind sinnvoll und sollen erreicht werden?
  • Soll die Kaltakquise mit anderen Marketing- und Vertriebsaktivitäten verknüpft werden und wenn ja, auf welche Weise?
  • Welche Ressourcen stehen bereit? Sollte ein unternehmenseigenes Team aufgestellt werden oder ist ein Outsourcing (z.B. durch ein Call-Center) sinnvoller?
  • Was soll konkret durch die Kaltakquise erreicht werden?

Entsprechend sind folgende Ziele realistisch:

  • Durch die telefonische Kontaktaufnahme können richtige Ansprechpartner, Adressen, Wünsche und Bedürfnisse potenzieller Käufer eruiert werden.
  • Darüber hinaus kann das Kaufpotenzial einzelner Unternehmen / Kunden ermittelt werden.
  • Durch gezielte Gespräche können bereits qualifizierte Ersttermine generiert werden, die anschließend zum Kauf der Dienstleistungen / Produkte führen.
  • Durch wiederholten telefonischen Kontakt können langfristig Aufträge generiert werden.
  • Über den telefonischen Weg erhalte ich bei der richtigen Vorgehensweise wertvolle zusätzliche Informationen bei mehreren Personen im Unternehmen.

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2. Die richtigen Indikatoren und Maßstäbe an den Erfolg aufstellen

 

Tatsächlich hat Akquise etwas mit Fleiß zu tun. Selten entscheidet aber nur die Anzahl an Calls pro Tag über den Erfolg der Kaltakquise. Es gilt nicht die Regel "Viel hilft viel", stattdessen sind gute Gespräche bei den richtigen Adressaten Faktoren für den Akquise Erfolg. Aussagekräftige Indikatoren sind daher:

  • Die Anzahl neuer Ansprechpartner / Entscheider und Adressen, die durch die Anrufe identifiziert werden
  • Die Anzahl an Entscheider Gesprächen, in denen seine Bedürfnisse und Anforderungen zur Sprache kommen
  • Die Anzahl persönlicher Termine vor Ort, Folge-Telefonate oder Webinar Termine, die durch die Akquise-Aktion bei potenziellen Kunden generiert werden.

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3. Die richtige Zielgruppe und passende Ansprechpartner

 

Durch intensive Recherche mithilfe sozialer Medien und dem Internet gelingt es häufig, Zielgruppen und Ansprechpartner im Vorfeld sorgfältig zu analysieren, um somit einen gelungenen Gesprächseinstieg zu garantieren und zielgerichtete Telefonate zu führen.

Eine qualifizierte Adressbasis, die durch professionelle externe Dienstleister geliefert wird, steigert den Erfolg bei der Identifikation und Ansprache der richtigen potenziellen Leads.

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4. Kaltakquise als integrierter Ansatz

 

Wird die Kaltakquise mit klassischen und innovativen Methoden aus dem Marketing und Vertrieb, wie Website Besucher Analyse Tools, Social Selling und Inbound Marketing verknüpft, kann die Erfolgsquote gesteigert werden.

Website Analyse Tools liefern Informationen über Kundenverhalten und Kundenbedürfnisse. Diese können in gezielten Telefonaten angesprochen werden. Social Media Tools wie Twitter, LinkedIn Navigator und Xing Pro Business erlauben Akquisiteuren Social Selling Aktivitäten, indem sie Informationen aus Social Media als seriösen Anlass für den telefonischen Erstkontakt ermöglichen. Durch Inbound Marketing wird mithilfe sozialer Medien (beispielsweise Websites oder Blogs) Content erstellt, der sich gezielt auf das zuvor eruierte Interesse und die Bedürfnisse richtet. Auch dadurch werden konkrete Anlässe für einen telefonischen Erstkontakt generiert

steigerung der erfolgsquote

5. Eine Investition in die Schulung von Akquise Mitarbeitern lohnt sich

 

Verschiedene Faktoren sind für den nachhaltigen Erfolg von Akquise-Teams entscheidend:

  • Positive Einstellung

Die innere, positive Einstellung der Mitarbeiter zu sich selbst, die Identifikation mit ihrer Rolle und die damit verknüpfte Erwartung an das Gespräch beeinflussen den Gesprächsverlauf. Geduld, Gelassenheit und positive Glaubenssätze lassen sich durch mentales Training üben.

Dazu gehört auch der positive Umgang mit Ablehnung. Der Akquise-Mitarbeiter sollte sich nicht als Bittsteller verstehen, sondern als Lösungsanbieter: mit seinen Produkten / Dienstleistungen liefert er potenziellen Geschäftspartnern einen Beitrag zur Lösung Ihrer Bedürfnisse und vertritt ihre Interessen. Ablehnung ist nicht persönlich zu nehmen. Wichtig ist, die Gründe für die Ablehnung zu eruieren, da diese für das Unternehmen hilfreich sein können. Gegebenenfalls können so Produktangebote oder sogar Dienstleistungen angepasst und verbessert werden.

  • Gute Vorbereitung

Eine gute, möglichst individuelle Vorbereitung auf die Kunden, ihre Themen, Fragestellungen und Bedürfnisse liefern Möglichkeiten für einen guten Gesprächseinstieg sowie eine gute Gesprächsführung.

  • Erstellung eines Gesprächsleitfadens

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch die Erstellung eines individuellen Gesprächsleitfaden - ein sogenanntes Skript - auszuarbeiten. In diesem Skript sind mögliche Gesprächseinstiege zu skizzieren, das heißt Anknüpfungspunkte, die beim Gesprächspartner Aufmerksamkeit und Interesse erregen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Skripts sind darüber hinaus Kernfragen zum Eruieren von Kundenbedürfnissen. Dazu gehören vor allem offene Was, Wie, Wann, etc. Fragen, um dem Kunden genügend Raum für seine Äußerungen zu geben. Eine Vielzahl unterschiedlicher Fragen sind dazu geeignet, Meinungen, Werte, Prioritäten, strategische Zukunftsfragen und Einschätzungen zu erfragen.

Zur Vorbereitung eines Skripts gehört ebenso die Formulierung von Einwänden. In der Regel spiegeln Einwände unterschiedliche Interessen der Kunden wider. Diese Interessen lassen sich durch gezielte Fragen identifizieren und anschließend beantworten.

Des Weiteren ist ein Kernelement bei der Erläuterung von Produkt- und Dienstleistungsangeboten die Nutzenargumentation. Es muss gelingen, kurz, knapp und präzise den aus Kundensicht relevanten Produktnutzen zu formulieren. Je eher das schon beim ersten Telefonat gelingt - und das ist sehr anspruchsvoll – desto schneller lässt sich unser Wunschkunde auch auf ein etwas länger andauerndes Telefonat mit uns ein.

Bei den Wiedervorlagetelefonaten gilt es, immer neue Informationen über den potenziellen Kunden zu erhalten, um das Gespräch in die Richtung zu lenken, die für den potenziellen Kunden einen Mehrwert generiert. Die präzise Nutzenansprache ist Übungssache. Der berühmte Elevator Pitch muss dem Verkäufer immer im Hinterkopf und jederzeit abrufbar sein: Eine Länge von 30 bis 60 Sekunden muss ausreichen, um Botschaften gezielt zu formulieren und Interesse zu wecken.

  • Stimme und Körpersprache 

 Nicht allein die Gesprächsführung mit Inhalten und Produktbotschaften, sondern Stimme (Melodik, Lautstärke, Tempo, Betonungen) und Körpersprache, das heißt die richtige Körperhaltung und Mimik am Arbeitsplatz schaffen die richtige Atmosphäre für ein erfolgreiches Gespräch.

  • Zeitliche Planung

 Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Kaltakquise ist deren zeitliche Planung. Zu welchem Zeitpunkt sollten Kunden am besten kontaktiert werden? Welche Kunden sind an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit am Meisten gesprächsbereit? Falls der Akquise Mitarbeiter zusätzlich noch andere Vertriebsaufgaben wahrnimmt, ist es für ihn hilfreich, sich für die Kaltakquise durch Wochen- und Monatsplanung feste Zeitblöcke einzuplanen, damit er in die richtige Routine kommt, aber weiterhin Abwechslung bei der Gestaltung seiner restlichen Tätigkeiten hat und von den unterschiedlichen Arbeitsbereichen profitieren kann.

  • Dokumentation

Die Nachbearbeitung und Dokumentation der Akquise Gespräche, zum Beispiel mithilfe geeigneter CRM-Tools sind für die weitere Kundenbetreuung im Vertrieb und Marketing wesentlich.

  • Arbeitsplatz

Es gibt auch ein paar organisatorische Dinge, die über den Erfolg der Telefonakquise entscheiden: Die Gestaltung des Arbeitsplatzes mit der richtigen Ausstattung, beispielsweise Headset, ein aufgeräumter Schreibtisch, die Bereitstellung der richtigen Unterlagen und ein bequemer Sitzplatz sind nicht zu unterschätzen.

Für alle oben genannten Kriterien gilt: Intensives und nachhaltiges Training und Arbeitsplatzcoaching - entweder durch professionelle Trainer / Coaches oder gegenseitiges Feedback von Kollegen, Mentoren und Vorgesetzten sind dabei äußerst hilfreich.

7 wichtige faktoren fuer ihren erfolg

6. Regelungen durch die EU-DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) kennen

 

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung trat ab dem 28.Mai 2018 in Kraft und liefert einige Rahmenbedingungen für die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten, somit auch für den Umgang mit Daten im Rahmen der telefonischen Kaltakquise. Dies betrifft die Daten aller natürlicher Personen innerhalb der EU: Die Datenerhebung erfordert die Einwilligung der betreffenden Personen. Eine rechtskonforme Einwilligung, etwa in Form eines Online-Formulars mit sogenannten Double-Opt-In-Funktionen bietet sich hier an. Der Kunde bestätigt hierbei seine Anmeldung durch einen Haken in ein vorbereitetes Feld und anschließend ein weiteres Mal durch Anklicken eines zugesandten Links.

Die Datenspeicherung unterliegt nach der neuen Verordnung der Pflicht zur Datenminimierung. Anstelle einer Vorratsspeicherung dürfen nur die zum Zeitpunkt der Erhebung zieldienlichen Daten gespeichert werden. Die Datenverarbeitung zur Anbahnung von Geschäftsbeziehungen, zum Beispiel zur Bearbeitung von Angebotsanfragen, hingegen ist zulässig. Die telefonische Kontaktaufnahme dagegen erfordert im B2B-Segment keine ausdrückliche Zustimmung des Adressaten. Es reicht das mutmaßliche Interesse des Angerufenen an der Dienstleistung oder dem Produktangebot.

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Elke Klöfer

Trainerin für Kundengewinnung und Kundenbindung

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Wie wir richtig kommunizieren und dabei erfolgreich sind zeigt Elke Klöfer in Ihrem Blog rund um das Thema: „Verkaufsfördernde Maßnahmen durch den bewussten Einsatz der Stimme und dem gesprochenen Wort am Telefon.“

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